Ich fahre seit drei Jahren mit dem Bus. In dieser Zeit habe ich einiges ein- und ausgeladen, ausprobiert und wieder rausgeworfen. Was übrig bleibt ist nicht das was ich anfangs geplant hatte.
Das hier ist kein "perfektes Van-Setup". Das ist was wirklich drin ist, wenn ich losfahre. Und was nicht mehr.
Was dauerhaft drin ist
Schlafen
- Schlafsack + dünne Matte (kein aufblasbares System — zu umständlich für kurze Trips)
- Ein Kissen. Echtes Kissen. Alle anderen Lösungen waren schlechter.
Kochen
- Einflammiger Gaskocher, zwei Töpfe, eine Pfanne
- Messer, Brett, Löffel, Gabel. Mehr nicht.
- Thermobecher — der einzige den ich je brauche
Strom
- Kleine Powerstation (ich nutze eine Jackery) — lädt Handy, Laptop wenn nötig, Licht
- USB-Kabel: USB-C × 2, Lightning × 1 (für älteres Gerät). Alle anderen liegen zu Hause.
Licht
- Stirnlampe. Eine. Liegt immer im gleichen Fach.
- Keine Lichterketten, keine Solar-Lampen, kein "atmosphärisches Zeug"
Werkzeug
- Kleines Werkzeugset für den Bus: Schraubenzieher, Zange, Klebeband, Kabelbinder
- Reifenfüller 12V — hat mich einmal gerettet, seither immer dabei
Wasser
- 10-Liter-Kanister. Kein Festtank, kein Pumpsystem. Kanister funktioniert.
Was nicht mehr drin ist
- Campingtisch + Stühle: Sind schön, aber ich parke lieber irgendwo wo ich sie nicht brauche
- Aufblasbare Matratze: Zu viel Aufwand für kurze Übernachtungen
- Küchenzeug für 4 Personen: Ich fahre meistens alleine oder zu zweit
- "Notfall-Apotheke" Deluxe: Reduziert auf das Wesentliche — Schmerzmittel, Pflaster, Ibuprofen
- Blaue Tonne voller Kabel: Jetzt: drei Kabel. Fertig.
Was ich anders machen würde
Früher: Immer für alle Eventualitäten packen. Was wenn ich drei Tage länger bleibe? Was wenn es regnet? Was wenn ich koche für vier?
Heute: Ich packe für den Trip den ich plane, nicht für den der theoretisch passieren könnte. Wenn was fehlt, kaufe ich es dort oder fahre ohne.
Das hat den Bus um gefühlt 40% leichter gemacht — und den Einstieg jeden Freitag um 80% entspannter.
Das eine Ding das ich sofort kaufen würde
Wenn ich nochmal von vorne anfangen würde: eine ordentliche Powerstation früher kaufen. Das ist das Herzstück. Der Rest lässt sich improvisieren, Strom nicht.
Nächste Folge: Was ich wirklich im Rucksack dabei habe — für Tagestouren, Bikepacking und Hike & Fly.